Alan Ames
Glaubenszeugnis und Heilungsgebet
 
 
 
 

Elf Priester aus Perth besuchen das Heilige Land
Jan, 2010

Liebe Freunde in Christus,

es war ein Segen für mich, zusammen mit meiner Frau und elf Priestern aus meiner Heimatdiözese Perth ins Heilige Land zu reisen. Der Besuch im Heiligen Land diente vor allem der Stärkung des Priestertums und war in diesem Priesterjahr außerdem ein Dank an die Priester für die großen Opfer, die sie für Gott und für uns bringen.

Während der Wallfahrt erlebten wir viel, einschließlich einer Audienz beim Lateinischen Patriarchen, der wahrhaftig ein demütiger Diener Gottes ist. Die Worte, die er an uns richtete, erinnerten mich an das Buch Salam – Shalom, das der Herr mir gegeben hatte.

In diesem Buch, einem spirituellen Thriller, wird gezeigt, wie die Christen leiden. Eine Zeile des Buches kam mir in den Sinn, in der ein Katholik sagte: „Wir sind wie ein vergessener Teil der Familie!“

Ich bete, dass ich und alle Christen im Westen sie nicht vergessen, sondern unterstützen – sei es durch Gebet oder, wenn möglich, durch einen Besuch bei ihnen im Heiligen Land. Ich füge einen Artikel bei, den einer der Priester verfasste, der mit auf der Wallfahrt war. Das Foto zeigt unsere Begegnung mit dem Lateinischen Patriarchen Fouad Twal.

Gott segne Euch alle!

Alan Ames

ELF PRIESTER AUS PERTH BESUCHEN DAS HEILIGE LAND

Der Anlass war dazu bestimmt, unser Priestertum zu bereichern in diesem Priesterjahr. Die elf Priester reisten mit Alan und Katherine Ames, welche die Wallfahrt finanzierten. Die Priester waren: Pfarrer Richard Rutkauskas, Emil Ciecierega, Yosep Asnabun, Ntuyen Chien, Nisham de Saram, Anthony Van Dyke, Kevin Cummins, Pedro Mascarenhas, Nicholas Nweka, Paul Raj und Douglas Harris.

Unsere Reiseführer waren Karl-Heinz und Louisa Fleckenstein, die sich sowohl hinsichtlich ihrer Hingabe für uns als auch in ihrem Wissen und Glauben auszeichneten. Wir waren vom Dienstag, 12. Januar, bis Donnerstag, 21. Januar 2010, in Israel.

Tag eins führte uns nach Getsemani, in den Abendmahlssaal und zum Mariengrab. In der Paternosterkirche feierten wir die hl. Messe. Wir wurden auch eingeladen zu einer Begegnung mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Seiner Exzellenz Fouad Twal (siehe Foto).

Tag zwei erlaubte uns, die Stationen entlang der Via Dolorosa zu erleben, indem wir ein Kreuz trugen. Abwechselnd trug jeder Priester einmal das Kreuz. Dann ging es nach Golgota, zum Heiligen Grab und zum Adamsgrab. Es war ein großer Segen, dass wir die hl. Messe im Heiligen Grab feiern durften.

Tag drei beinhaltete der Besuch der Stätte, wo Christus in Emmaus die hl. Messe feierte. In Emmaus, in den Überresten der byzantinischen Kirche, feierten wir die hl. Messe. Von dort besuchten wir den Heimatort Johannes des Täufers und die Heimsuchungskirche.

Tag vier führte an den Geburtsort Jesu, wo wir so gesegnet waren, die hl. Messe unten in der eigentlichen Grotte zu feiern, in der Jesus geboren wurde. Dann besuchten wir die Milchgrotte, von der es heißt, dass etwas von der Milch der Gottesmutter beim Stillen des Jesuskindes zu Boden getropft sei. Das weiße Pulver, das jetzt in der Grotte zu finden ist, war die Ursache für Tausende Wunder – meist an verheirateten Paaren, die für unfruchtbar erklärt worden waren. In der Kirche der Milchgrotte gibt es auch eine Kapelle, in der ewige Anbetung stattfindet, was einige von uns ebenfalls wahrnahmen. An diesem Tag besuchten wir außerdem eine Kirche, welche die Gebeine der Hirten enthält, die die ersten Zeugen des Jesuskindes waren.

Tag fünf war ein Sonntag. Wir feierten die reguläre Sonntagsmesse in einer Ortskirche in Beit Jala, das ist die Stadt neben Betlehem. Die Kirche war zum Bersten gefüllt von Mitgliedern der Pfarrei. Wir fuhren durch die Wüste, in der Jesus vierzig Tage und Nächte verbrachte, und sahen auch den Berg, auf den ihn der Teufel führte, um ihn zu versuchen. Dann ging es nach Jericho, dort sahen wir einen Maulbeerfeigenbaum (auf den der Zöllner Zachäus stieg). Diese Straße diente Jesus auch als Hintergrund für sein Gleichnis vom Guten Samariter. Am Abend kamen wir in unserem Hotel an – einem Kibbutz am See Gennesaret.

Tag sechs führte uns auf den Berg Tabor zur Verklärungskirche, wo wir die hl. Messe feierten. Am Fuß dieses Berges gingen wir in die Gegend, in der Jesus den besessenen Jungen heilte, nachdem seine Apostel ihn nicht hatten heilen können.

Wir fuhren vorbei an Nain, wo Jesus den toten jungen Mann erweckte, den einzigen Sohn einer Witwe. Und wir sahen die Klippe, von der Menschen aus Jesu eigener Stadt ihn herabstürzen wollten, doch „er entzog sich ihnen, weil seine Zeit noch nicht gekommen war.“

Von dort reisten wir nach Kana und sahen die Kirche, die seinem ersten öffentlichen Wunder geweiht ist – der Wandlung von Wasser in Wein. Schließlich besuchten wir noch das Haus des Apostel Bartholomäus.

Der Höhepunkt von Tag sieben war der Besuch der Verkündigungsstelle, die jetzt inmitten einer wunderschönen Basilika liegt, die von den Franziskanern betreut wird. Wir feierten die hl. Messe in der Basilika an dem Ort, an dem der Erzengel unserer heiligen Mutter Maria erschien. Dann verbrachten wir einige Zeit im Josefshaus, in dem die Heilige Familie womöglich gelebt hat.

Wir wurden außerdem eingeladen, einen Pfarrer Louis zu besuchen. Er ist Ortspfarrer der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Nazaret-Jaffa. Wir besuchten seine Schule und wurden von den Kindern unterhalten, die für uns sangen und tanzten. Die Schüler dieser katholischen Schule gehören allen christlichen Konfessionen an, und es gibt auch muslimische Schüler. Alle Kinder sind miteinander befreundet und haben gute Beziehungen zu den Schülern der jüdischen Schule nebenan.

Am letzten Tag reisten wir zum See Gennesaret. Der Höhepunkt war Kafarnaum, das heute die Stadt Jesu genannt wird. Wir sahen das Petrushaus, die Synagoge, in der Jesus die eucharistische Rede hielt, und den Ort, an dem Jesus viele Wunder wirkte.

Wir feierten die hl. Messe an der Stelle, an der Jesus den Primat Petri verkündete, nachdem er Petrus dreimal gefragt hatte: Liebst du mich?, und anschließend zu Petrus sagte: Weide meine Schafe!

Danach besuchten wir die Kirche mit dem Felsen an der Stelle, wo Jesus fünf Brote und zwei Fische vermehrte, um 5000 Männer zu speisen, woraufhin zwölf Körbe mit den Resten gefüllt werden konnten.

Es folgte ein Besuch der Kirche der Seligpreisungen. Dann fuhren wir in einem Boot über einen Teil des Sees Gennesaret, wobei die Bootsmannschaft aus messianischen Juden bestand, die an Jesus glauben. Schlussendlich erneuerten wir unser Taufversprechen im Jordan.

Alle stimmten überein, dass die Wallfahrt uns half, das Leben unseres Herrn tiefer zu verstehen, und wir hoffen, dass die Früchte davon in unserem priesterlichen Dienst sichtbar werden.

Pfarrer Doug Harris